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Liebe Leser,wir starten bald zusammen in ein neues Jahr. Schon öfters habe ich an dieser Stelle geschrieben, das vergangene hätte uns doch ganz schön in Atem gehalten. Dabei gibt es Gott sei Dank jenseits der Nachrichtenflut viele andere Fixpunkte. In einer jungen Familie wurde das erste Kind geboren, der neue Job macht Spaß oder ein Paar entdeckte endlich seine Traumwohnung. Seien wir also ehrlich: Das Private zählt oft mehr als der große Lauf der Dinge. Und das ist auch gut so, gerade in einer Zeit, in der manches global so bedenklich erscheint. Was uns 2012 so bringen mag? Das dürfen wir nicht nur dem Schicksal überlassen. Meine Lebenserfahrung hat mir gezeigt: Einen großen Teil können wir auch selbst bestimmen. Man muss nur etwas tun. Meine Gesprächspartnerin in dieser Neujahrsausgabe, die katholische Theologin Monika Gräfin Metternich, schreibt Bücher und möchte so ihre religiösen Werte locker und leger unters Volk bringen. Außerdem wünscht sie sich eine weibliche Pressesprecherin für den Papst. Andere Menschen in unserem Heft sind auf ganz anderen Feldern sehr aktiv. So wie die Gebrüder Levaggi in Ligurien, die eine zweihundert Jahre alte Handwerkskunst am Leben halten, das Drechseln der echten Stühle von Chiavari. Sie lamentieren nicht über Billigimporte, sondern tischlern weiter faszinierende Originale. Die schuf auch Poul Henningsen, das dänische Multitalent. Er war Revuetexter, Architekt und Designer und fragte sich in den Zwanzigern, wie denn wohl eine intelligente Lampe auszusehen hat, die mit ihren neuen, elektrischen Birnen niemals blendet. Viele bis heute erfolgreiche Modelle der „PH“-Lampen vom Hersteller Louis Poulsen beweisen: Sie sind genial funktional und zeitlos schön. Das soll aber nicht heißen, dass wir uns dem Pittoresken verschließen. Wer einmal in Chamonix die Chalets de Philippe besucht hat, wird sich wundern, wie wunderbar originale Trouvaillen − vom Futtertrog bis zur Tafel aus dem 17. Jahrhundert aus den französischen Alpen − mit höchstem Komfort zusammenpassen. Oder wie einladend eine alte Villa in Florida im mediterranen Stil heute ausschaut. Den schönsten Blick hat man sicher von dem Hotel Los Notros in Patagonien. Dort kann man beobachten, wie sich der berühmte Perito-Moreno-Gletscher langsam in einen großen See schiebt – hoffentlich noch für lange Zeit. Die Zukunft haben wir in Dubai besucht, auf der künstlichen Insel Jumeirah. Das Kempinski Hotel & Residences war Kulisse für glamouröse Frühlingsmode mit Seventies-Flair. Im Stil der alten Meister haben wir Küchenaccessoires und die schönsten Geschirre inszeniert. Auf denen lässt sich ganz bestimmt auch die vegane Küche von Björn Moschinski gut servieren – tatsächlich ohne tierische Zutaten und ungemein kreativ. Das könnte ja auch ein Vorsatz sein für 2012: Weniger Fleisch essen. Keine Sorge, wir wollen hier niemanden bekehren. Im Gegenteil, wenn Sie von unserer Vielfalt an Ideen, Formen und Charakteren angeregt sind und sich dann Ihre ganz eigenen Gedanken machen, würde uns das freuen! Ob man im Größeren oder Kleineren sein Glück findet, das sollte im besten Fall doch jeder selbst entscheiden. Ein gesundes und erfolgreiches 2012 wünscht Ihnen ![]() |









