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FASHIONHIGH SOCIETYDer internationale Jetset pilgert sommers wie winters ins schweizerische Engadin, um am Schaulauf im legendären „Badrutt’s Palace Hotel“ teilzunehmen. Aber auch Ruhesuchende kommen im ersten Hotel am Platz ganz sicher auf ihre Kosten Es gibt viele klangvolle Namen, die man mit den Urlaubsfotos der Schönen und Reichen in den einschlägigen Illustrierten assoziiert. Und St. Moritz ist sicher einer der ersten Orte, dessen Bilder von ausgelassenen Prominenten im Schnee, auf dem vereisten See beim Winterpolo oder auch auf sommerlichen Alpenwiesen einem dabei einfallen. Stilecht steigt man, um dabeizusein, im imposant über dem See thronenden „Badrutt’s Palace Hotel“ ab. Oft schon seit Generationen. Denn bereits 2006 feierte das „Badrutt’s Palace Hotel“ seinen 110. Geburtstag. Die Familie schrieb in St. Moritz Hotelgeschichte – es begann 1856, als Johannes Badrutt die Zwölf-Betten-Pension „Faller“ übernahm und sie zum heutigen „Kulm-Hotel“, der anderen ersten Adresse des Ortes, ausbaute. Sein Sohn Caspar trat in die Fußstapfen des Vaters und erstand zwanzig Jahre später das „Beau Rivage“, welches er zum „Palace“ mit Curlingbahnen und der damals sensationellen künstlichen Schlittenbahn umbauen ließ, um so überhaupt erst, zum Wohle der gesamten Region, den alpinen Wintertourismus zu erfinden. Auch Caspars Sohn Hans lag die Hotellerie im Blut, er führte die Familientradition fort und das „Badrutt’s Palace Hotel“ zu spektakulärer Blüte. 1913 lässt er die ersten Indoortennisplätze Europas in seinem Haus entstehen, im Jahr 1935 kauft er die dem Hotel gegenüberliegende historische „Chesa Veglia“, um dort in rustikaler Manier seinen Gästen alpine Köstlichkeiten in authentischem Ambiente servieren zu lassen. Hans Badrutt, seine Frau Helen und seine Söhne ließen nie nach, ihr Haus fortwährend zu modernisieren, ohne aber dabei die jeweils stilbildenden, aus unterschiedlichen Jahrzehnten entstammenden Einrichtungselemente zu zerstören. Und wohl ähnlich wie der Kölner Dom, der nie als fertig gestellt gelten wird, präsentiert sich das „Badrutt’s“ in einer Momentaufnahme als eklektizistisches Gesamtkunstwerk, immer in Bewegung und ohne Gefahr zu laufen, seiner illustren Klientel überdrüssig zu werden. Lesen Sie mehr in der aktuellen Living Ausgabe |







